Nach zuletzt fünf sieglosen Partien hatten Altöttings Handballer ordentlich Druck auf dem Kessel, doch im sechsten Anlauf platzte endlich der Knoten: Auswärts beim punktlosen Aufsteiger ETSV Landshut fuhren die Wallfahrtsstädter einen 30:39-Kantersieg (13:20), und damit die Zähler Drei und Vier in der Saison 2026/27 ein.
Bereits im Vorfeld der Partie wies Coach Nedzad Bekric auf die Bedeutung dieser Begegnung hin: „Heute gibt es keine Ausreden mehr, wir müssen dieses Spiel um jeden Preis gewinnen.“ Nach gut dreißig Sekunden eröffnete Kapitän Michael Oberauer zum 0:1, im Anschluss brauchten die Gäste allerdings ein paar Minuten Zeit, um hochzufahren. Zwar erarbeitete man sich außerordentlich gute Wurfchancen, doch neben Paraden des ETSV-Torhüters arbeitete auch das Aluminium gleich mehrfach gegen die TVA-Offensive (4:2/7.). Dann aber drehte Altötting allmählich auf: Während Schlussmann Manuel Stadler wichtige Bälle der Hausherren entschärfte, netzten Linksaußen Johannes Resch, die Rückraumspieler Oberauer und Christoph Baaken, sowie Kreisläufer Simon Karl zuverlässig ein (5:7/12.).
Trotz eines äußerst rutschigen Hallenbodens gelang es den Gästen nun, mehr ins Tempospiel zu kommen. Neben Torerfolgen über die erste und zweite Welle eroberten die Wallfahrtsstädter mehrmals per Steal den Ball und trafen im Konterspiel. So erhöhte das Bekric-Team – trotz zwischenzeitlicher Auszeit aufseiten des ETSV – über Treffer von Karl sowie den Rückraum-Shootern Baaken und Felix Zepf bis zur 25. Minute auf 9:15. Bis zur Pause dominierte Altötting weiter das Spielgeschehen. Mitte Johannes Petershofer zeichnete sich per sehenswertem Doppelpack sowie Gegenstoß-Pass auf Linksaußen Resch zum 11:18 (27.) aus, ehe Zepf zum 13:20-Halbzeitstand verwandelte.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs verkürzte der Gastgeber zwischenzeitlich wieder auf minus fünf (16:21/33.), bevor Altöttings Herren zum erneuten Gegenschlag ansetzten. Über einfache Auslösehandlungen erarbeiteten sich Zepf, Petershofer und Kreisläufer Sebastian Kieswimmer den nötigen Raum oder zogen alternativ aus der Ferne erfolgreich in die Tormaschen ab (17:25/36.).
Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der schweren Knieverletzung von TVA-Keeper Dominik Starflinger stand dieser nun wieder erstmals im Altöttinger Gehäuse und sammelte in knapp 30 Minuten gleich die ersten Paraden: „Es freut mich sehr, dass ich jetzt endlich wieder voll im Spielgeschehen dabei sein, und meine Mannschaft aktiv unterstützen kann.“ Während die Wallfahrtsstädter hinten solide verteidigten, feuerte die Offensive über Baaken, Petershofer, Kieswimmer sowie Rechtsaußen Johannes Karl weiter munter in den Kasten der Hausherren, bevor diese schließlich zur letzten Auszeit griffen (24:33/52.).
Landshut versuchte, die Gäste durch Umstellen auf eine sehr offensive Abwehr zu Ballverlusten zu bewegen, was das ein oder andere Mal gelang. Nichtsdestotrotz bewies die Mannschaft um Bekric die nötige Kaltschnäuzigkeit mit ausreichend Bewegung ohne Ball, und ließ sich von der neuen Taktik des ETSV nicht beirren. Über Treffer von Jaroslav Nadkin und Resch erreichte der Vorsprung des TVA gut eine Minute vor Schluss mit 28:39 seinen Zenit, ehe Landshut zum Endstand von 30:39 traf.
Mit dem Auswärtssieg und 4:8 Punkten klettern die Wallfahrtsstädter auf den achten Tabellenplatz und verschaffen sich etwas Luft zum Tabellenkeller. Nach einem spielfreien Wochenende geht es für Altötting jedoch gleich in die nächste entscheidende Partie, wenn der elftplatzierte SC Freising am Samstag, den 07.11.26 (18:00 Uhr) in der Kreisstadt gastiert.
Für den TVA gegen Landshut spielten: TW Manuel Stadler, TW Dominik Starflinger, Christoph Baaken, Felix Zepf (je 7 Tore), Johannes Resch (6), Sebastian Kieswimmer (4/davon 1 Siebenmeter), Johannes Petershofer, Michael Oberauer (je 4), Simon Karl (3), Jaroslav Nadkin, Johannes Karl (je 2), Tobias Estermeier.
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