Auch nach dem vierten Spieltag warten Altöttings Handballer weiter auf den ersten Sieg in der Saison 2026/27: Auswärts beim Aufsteiger HF Scheyern war dieser zum Greifen nah, doch ein bitterer Gegentreffer in der letzten Sekunde markierte den Endstand von 30:30 (16:18).
Die Vorzeichen vor der Partie waren alles andere als ideal, so waren vier eingesetzte Spieler gesundheitlich angeschlagen, während auch Sebastian Kieswimmer und Kapitän Michael Oberauer verhindert waren. Nichtsdestotrotz war gegen die Hausherren aus der Hallertau der Auswärtssieg das klar erklärte Ziel der elfköpfigen Mannschaft um Nedzad Bekric.
Nach Auftakttreffer durch Scheyern über die Linksaußen-Position netzte TVA-Rückraum Felix Zepf zweifach zum 1:2 (2.) ein. In den folgenden Minuten brauchten die Gäste etwas, um ins Spiel zu kommen. So gelang es den Handball-Füchsen vorerst, die Führung erneut zu erobern und auf 4:2 (5.) zu stellen. Dann aber schalteten die Wallfahrtsstädter einen Gang hoch: Binnen fünf Minuten legte der TVA über Zepf, Rechtsaußen Martin Taubeneder und Dreierpack von Linksaußen Johannes Resch einen 5:0-Lauf zum 4:7 (9.) hin, während die Defensive der Gäste inklusive Schlussmann Manuel Stadler konsequent agierte und in dieser Zeit keinen Gegentreffer zuließ.
Früh zog der Gastgeber infolgedessen seine erste Auszeit, und verhinderte anschließend vorerst ein weiteres Davonziehen der Altöttinger. Diese verteidigten den Puffer von zwei bis drei Zählern über die nächsten zehn Minuten per Rückraumtore von Christoph Baaken und Zepf (9:11/18.). Zwar fand Scheyern zwischenzeitlich zweimal den Anschlusstreffer, doch die Antwort der angeschlagenen Gäste ließ nicht lange auf sich warten.
Nun konnte man sich wieder vielversprechende Wurfchancen über die verschiedenen Positionen verteilt erarbeiten, während die TVA-Deckung zuverlässig agierte. So erhöhten die Bekric-Schützlinge schrittweise per zweier guter Kreisanspiele auf Simon Karl, über Würfe von den Außen Taubeneder und Resch, sowie erneutem Rückraumtreffer von Baaken zum 12:16 (26.). In den letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs leistete sich Altötting dann wieder mehrere vermeidbare Fehler wie leichtsinnige Ballverluste oder einer Zeitstrafe wegen Durchqueren des Anwurfkreises. Hierunter verkürzten die Hallertauer zur Pause auf 16:18.
Direkt im Anschluss drehte der TVA auf: Während dem Gastgeber trotz erneut früher Auszeit über acht Minuten kein Torerfolg glückte, stellte Altötting per Dreierpack von Rückraum Johannes Petershofer sowie einem Baaken-Treffer auf 16:22 (37.). Die Wallfahrtsstädter schienen, die Zügel in der Begegnung immer fester in der Hand zu haben, doch im Anschluss an diese fast perfekte Phase machten sich wiederholt ungenutzte klare Torchancen sowie leichtsinnige Ballverluste breit. Auch hinten ließ der bis dahin abgelieferte, nötige Biss nach, sodass der Vorsprung zehn Minuten später wieder gänzlich verpufft war (22:23/47.).
Die Gäste erhöhten in einer folgenden, doppelten Überzahlsituation mit zwei Torerfolgen von Resch und Taubeneder wieder, über weitere Treffer von Baaken und Kreisläufer Karl lag Altötting acht Minuten vor Spielende erneut mit plus vier vorne (23:27/53.). Bis zur 57. Minute verteidigten die Wallfahrtsstädter eine 3-Tore-Führung, doch in der Defensive kassierte man in der Schlussphase in der Summe deutlich zu viele Tore aus dem Rückraum, welcher zuvor noch gut unter Kontrolle gehalten wurde (27:30/57.). Ob übereifrige Wurfauswahl oder vergebene hochkarätige Chancen, am Ende brachten Altöttings Herren das Spielgerät nicht mehr über die Torlinie, während Scheyern schließlich in letzter Sekunde zum bitteren 30:30-Ausgleich traf.
Bereits am kommenden Samstag geht es für das Bekric-Team in heimischer Halle weiter. Um 16:00 Uhr gastiert der aktuell drittplatzierte MTV Pfaffenhofen in Altötting, gegen den für den ersten Saisonsieg alles reingeworfen werden muss.
Für den TVA gegen Scheyern spielten: TW Manuel Stadler, TW Anselm Schustermann, Felix Zepf (7/davon 1 Siebenmeter), Johannes Resch, Christoph Baaken (je 6), Martin Taubeneder (5), Simon Karl, Johannes Petershofer (je 3), Johannes Karl, Jaroslav Nadkin, Thomas Ecker.
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