Geglücktes Finale für Altöttings Handballer: Im letzten Saisonspiel beim SC Freising überzeugte das Team um Spielertrainer Michael Oberauer nochmal mit einem Start-Ziel-Sieg, und entschied die Partie mit 30:32 (11:16) für sich.

Auf dem Papier ging es für keinen der beiden Kontrahenten mehr um den Auf- oder Abstieg, doch wollten sich die Wallfahrtsstädter – bei denen ab der kommenden Saison eine nicht unerhebliche personelle Umstrukturierung stattfinden wird – mit einer sehenswerten Vorstellung in die spielfreie Zeit verabschieden. Die Gäste legten gleich zu Beginn gut vor, als die Halbspieler Johannes Resch und Oberauer mit einem 3:0-Lauf eröffneten. Freisings Offensive brauchte – nicht zuletzt dank mehrerer starker Paraden von TVA-Schlussmann Stadler – über sechs Minuten für ihren ersten Treffer (1:3/7.).

Im Angriff leisteten sich beide Seiten nicht wenige technische Fehler und entstanden mehrfach langwierige Offensivaktionen, sodass die Begegnung zwischenzeitlich etwas zerfahren wirkte. Die Deckung des TVA dagegen agierte in vorbildlicher Konsequenz mit der nötigen Absprache, sodass man durch Torerfolge von Oberauer, Linksaußen Patrick Malz und Rückraum Christoph Baaken Schritt für Schritt auf 4:9 (18.) davonziehen konnte.

Nach der ersten Auszeit seitens des SC verkürzte dieser über Linksaußen und BOL-Torschützenkönig Konstantin Vopel zwischenzeitlich wieder auf 6:9 (21.), doch Altötting wehrte sich erfolgreich gegen eine mögliche Trendwende: Baaken, Oberauer und Mitte Simon Antwerpen stellten erneut auf plus fünf (7:12/25.). Bis zur Halbzeit hielten die Wallfahrtsstädter diesen Vorsprung aufrecht, mit 11:16 ging es für die Mannschaften schließlich in die Kabinen.

Auch in den zweiten Durchgang starteten die Gäste mit ordentlich Druck: Über Rechtsaußen Tobias Huber (Garching), Baaken und per einfallsreichem Kempa-Trick auf Oberauer steigerte Altötting die Führung bis zum Zenit von neun Toren (12:19/35.). Anschließend setzten die Hausherren zum Gegenangriff an, und bestraften die nun wieder gehäuften Ballverluste des TVA mit schnellen Gegentoren (16:20/39.). Nachhaltig fand Freising allerdings nicht den Anschluss, da die Gäste um die beiden Abwehrregisseure Tobias Huber (AÖ) und Simon Karl die SC-Offensive weiter so bearbeitete, dass diese nicht selten zu ungünstigen Abschlüssen forciert wurde. Über 15 Minuten pendelte sich eine Tordifferenz von vier bis fünf Zählern zugunsten der Wallfahrtsstädter ein, bei der sich auch TVA-Youngster Jaroslav Nadkin von Linksaußen auf der Torschützenliste eintragen konnte (23:28/54.).

In einer zum Ende hin hitziger werdenden Begegnung behielten die Gäste trotz eines zwischenzeitlichen Aufschließens der Freisinger auf zwei Tore einen kühlen Kopf, sodass Routinier Felix Halmsteiner 30 Sekunden vor Abpfiff von der Siebenmeterlinie alles klar machte – Endstand 30:32.

Mit dem Auswärtserfolg und 22:18 Punkten beenden Altöttings Herren die BOL-Saison 2025/26 auf dem sechsten Tabellenplatz. „Ich bin richtig stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Trotz einiger – zum Teil langfristiger – Verletzungen mehrerer Stammspieler bereits früh in der Saison, sind wir als Gemeinschaft weiter zusammengewachsen und haben geliefert. Unter den widrigen Umständen können wir mit der Platzierung im Tabellenmittelfeld und einem positiven Punkteverhältnis sehr zufrieden sein“, so der langzeitverletzte TVA-Schlussmann Dominik Starflinger.

Die Tore für Altötting gegen Freising erzielten: Michael Oberauer (10), Patrick Malz (5/davon 2 Siebenmeter), Christoph Baaken (4), Simon Antwerpen, Johannes Resch (je 3), Stefan Baaken (2/2), Tobias Huber (AÖ/2), Felix Halmsteiner (1/1), Tobias Huber (Garching), Jaroslav Nadkin (je 1).

 

 

 

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