In einem packenden Duell der Frauen-Bezirksoberliga erlebten die Zuschauer in der Altöttinger Dreifachturnhalle ein Handballspiel, das an Dramatik kaum zu überbieten war. Am Ende jubelte die Eintracht Dachau-Karlsfeld über einen hauchdünnen 23:24-Erfolg, den sie erst in der allerletzten Sekunde sicherstellte.
Der TV Altötting erwischte vor heimischer Kulisse einen Start nach Maß. Lisa Schreiner brachte die Gastgeberinnen mit zwei schnellen Treffern zum 2:0 (3. Minute) in Front. Zwar glichen die Gäste beim 3:3 (7.) erstmals aus, doch Altötting blieb spielbestimmend. Über ein 4:4 (10.) erarbeitete sich der TVA durch die treffsichere Lisa Hofer, die insgesamt achtmal einnetzte, erneut Vorteile. Kurz vor dem Pausenpfiff zogen die Hausherrinnen durch Tore von Franziska Langlechner auf 13:10 davon, ehe Dachau kurz vor der Sirene noch auf den 13:11-Halbzeitstand verkürzte.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie deutlich unruhiger. In der 35. Minute folgte ein herber Rückschlag für den TVA: Elena Langlechner wurde nach einem unglücklichen Foul mit einer Disqualifikation vom Feld gestellt. Die Gäste nutzten die Phase der Neuordnung eiskalt und glichen zum 13:13 (37.) aus. Es entwickelte sich nun ein verbissener Schlagabtausch, bei dem Dachau beim 15:17 (43.) erstmals mit zwei Toren in Führung gehen konnte.
Altötting bewies jedoch Moral. Emilia Floroni und Lea Zimmermann brachten ihr Team zurück in die Spur und glichen zum 19:19 (49.) aus. Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven: Beim Stand von 22:22 (56.) war der Ausgang völlig offen. Franziska Langlechner erzielte in der 57. Minute den umjubelten Ausgleich zum 23:23.
In Überzahl versuchte der TVA im letzten Angriff nach einem Timeout den Siegtreffer zu erzwingen – doch das Glück lag auf der Gegenseite. Mit einem direkten Freiwurf, der vom heimischen Block unglücklich ins kurze Eck abgefälscht wurde, markierte Janine Klapproth für die Eintracht mit der Schlusssirene den 23:24-Endstand und ließ fassungslose Altöttingerinnen zurück.
TV Altötting: Lisa Hofer (8), Franziska Langlechner (5), Lisa Schreiner, Emilia Floroni, Lea Zimmermann (jeweils 2), Elena Langlechner (2 / davon 1 Siebenmeter), Stefanie Schröder, Magdalena Petershofer (1), Ines Hager, Anna-Maria Niedermeier, Melanie Cleß, Christine Starflinger