Foto: Alex Druse
Nach der enttäuschenden Hinrunden-Niederlage mit 19:25 vor heimischer Kulisse, gelang Altöttings Herren im Rückspiel beim TV Eggenfelden nun die Revanche. In einer zum Ende hin hitzigen Partie setzten sich die Wallfahrtsstädter mit 22:24 (9:14) durch.
Wie schon in einigen Spielen zuvor fanden die Herren um Spielertrainer Michael Oberauer zunächst schwer in die Begegnung. Insbesondere in den ersten fünf Minuten stimmte das Timing im Angriff noch nicht, sodass technische Fehler entstanden, die Eggenfelden für sich zu nutzen wusste (3:1/5.). Der TVA schüttelte diese Anfangsschwäche jedoch zügig ab und startete dank einer stabilen Abwehr und eines stark aufgelegten Torwarts Manuel Stadler die Aufholjagd. Auch das Zusammenspiel im Rückraum wurde zunehmend besser und sorgte für deutlich mehr Torgefahr. Mehrere Treffer über Durchbrüche sowie Anspiele an den Kreis waren die Folge.
In der 12. Minute sah sich Eggenfelden beim Stand von 3:6 zu einer ersten Auszeit gezwungen. Die Gäste machten im Anschluss jedoch weiter ordentlich Druck, und vollendeten über Rückraumspieler Felix Zepf sowie Johannes Resch per Siebenmeter einen beeindruckenden 7:0-Lauf zum 3:8 (14.). Altöttings Defensive brachte die Rückraumakteure der Gastgeber durch konsequentes Verschieben und vorbildlicher Übergabe des Kreisläufers immer wieder in die Bredouille. Hierdurch wurden ungünstige Torwürfe forciert, die für Keeper Stadler mehrfach ein gefundenes Fressen darstellten.
Im weiteren Verlauf drückte der TVA zunehmend auf die Tube: Über die zweite Welle wurde Eggenfeldens Deckung regelmäßig ausreichend in Bewegung gebracht, um entweder den erfolgreichen Durchbruch auf der Halbposition zu finden oder den Siebenmeter zu ziehen. Resch verwandelte drei weitere Strafwürfe von der Linie souverän im Gehäuse der Hausherren, während Rückraum Christoph Baaken ebenfalls einen Dreierpack verzeichnen, und damit den Vorsprung zur Pause auf 9:14 ausbauen konnte.
Für die zweite Halbzeit nahmen sich die Wallfahrtsstädter vor, trotz der komfortablen Ausgangssituation kein Stück nachzulassen, um das Momentum möglichst weiterhin auf ihrer Seite zu behalten. Gesagt, getan: Während die Hausherren über fünf Minuten auf ihren ersten Treffer im zweiten Durchgang warteten, erhöhten Zepf und Resch auf 9:16 (35.). In den folgenden Minuten verteidigten die Oberbayern ihren Vorsprung von sechs bis sieben Zählern über Treffer von Zepf, Rückraum Oberauer und Kreisläufer Simon Karl erfolgreich, ehe der TVE einen Fuß in die Tür brachte (13:19/41.).
Im weiteren Verlauf schlichen sich zunehmend Fehler und Unstimmigkeiten in das Altöttinger Spiel ein. In der Abwehr ließ man zeitweise die Konsequenz im Zugriff vermissen, während es im Offensivspiel an den Auslösehandlungen haperte. Die Niederbayern zogen und verwandelten nun vermehrt Siebenmeter, zudem fanden sie nicht selten den erfolgreichen Torabschluss von den beiden Außenpositionen, und verkürzten dadurch auf 17:20 (48.).
In dieser unruhigen Phase griff Spielertrainer Oberauer schließlich zur Auszeit, um seine Mannschaft neu zu ordnen. Altötting kehrte anschließend wieder besser die Begegnung zurück, und baute den Vorsprung über seine Halbspieler Baaken, Oberauer und Zepf in der 56. Minute erneut auf plus fünf aus (19:24).
Eggenfelden bat ebenfalls nochmal zum Timeout und versuchte mit schnellen Abschlüssen sowie einer offensiveren Abwehrdeckung, das Spiel irgendwie nochmal zu drehen. Zwar gelang den Gastgebern noch etwas Ergebniskosmetik, doch letztlich brachte der TVA den Derbysieg mit 22:24 erfolgreich über die Zeit.
TVA-Schlussmann Manuel Stadler sagte nach der Partie: „Unsere Defensive hat über weite Teile des Spiels einen sehr guten Job gemacht und mir die Arbeit im Tor enorm erleichtert. Durch das frühe Heraustreten auf die Rückraumspieler wurden die Eggenfeldener oft zu unvorbereiteten Abschlüssen gezwungen. Leider haben wir uns im Angriffsspiel zeitweise durch unnötige Ballverluste selbst aus dem Rhythmus gebracht und den Gegner dadurch am Ende noch einmal herankommen lassen. Dadurch haben wir die Partie spannender gemacht, als es nötig gewesen wäre.“
Mit dem Auswärtserfolg verbuchen Altöttings Handballer die nächsten beiden Zähler, und setzen sich mit einem positiven Punkteverhältnis von 18:16 weiter im Tabellenmittelfeld fest. Am kommenden Samstag geht es dann zuhause in den Saisonendspurt, wenn um 16:00 Uhr Tabellennachbar SC Eching zum drittletzten Saisonspiel in der Altöttinger Dreifachturnhalle gastiert.
Die Tore gegen Eggenfelden erzielten: Johannes Resch (7/davon 6 Siebenmeter), Felix Zepf (6), Christoph Baaken (5), Michael Oberauer (3), Simon Karl (2), Patrick Malz (1).
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