Vergangenen Samstag empfingen die Herren des TV Altötting die Gäste der TG Landshut II. Bereits in der Hinrunde zeigte man ein solides Spiel mit starkem Kampf gegen den überdurchschnittlich starken Aufsteiger aus Niederbayern. Ziel für das Spiel war es, den Gegner lange zu ärgern, durch eine starke Defensive lange mitzuhalten und die Partie bis in die Crunchtime hinein eng zu halten.
Bereits vor dem Spiel mahnte Spielertrainer Michael Oberauer an, einen disziplinierten Angriff mit möglichst wenigen technischen Fehlern zu spielen, um das schnelle Spiel der TG über Tempogegenstöße sowie die rasche zweite Welle so gut es geht zu umgehen. Dies gelang den Wallfahrtsstädtern vor allem in der ersten Hälfte der Begegnung.
Von Beginn an schafften es die Gastgeber, trotz Abwesenheit von Abwehrchef Tobias Huber (AÖ) eine stabile Deckung zu stellen. Torwart Manuel Stadler unterstützte die Defensive mit starken Paraden. In der Offensive hingegen dauerte es geschlagene fünf Minuten, ehe der TVA über Rechtsaußen Johannes Karl das erste Tor erzielte. Doch das Altöttinger Angriffsspiel fand schnell in den nötigen Rhythmus. Über Johannes Resch und Christoph Baaken konnte der TVA von einer starken Defensive heraus in der zehnten Spielminute zum 4:4 gleichziehen. Nach einer Siebenmeter-Parade von Stadler versenkten Linksaußen Tobias Huber (Garching) per Doppelpack sowie Rückraum Resch den Ball im Netz, und machten den 5:0-Lauf zum 7:4 perfekt (14.).
Die junge Gastmannschaft blieb in dieser Phase trotzdem ruhig und verließ sich auf ihr starkes Spiel über den Kreisläufer. Zudem wurden auftretende Ballverluste der Wallfahrtsstädter zweifach per Gegenstoß bestraft, sodass die Regionalliga-Reserve in der 23. Minute erneut den Anschluss fand (10:9).
In den letzten Minuten vor der Halbzeit zeigten die Gäste aus Landshut ihre Qualitäten im Angriff und eroberten die Führung zurück (11:12/27.). Doch der TVA hielt mit Toren von Oberauer und Rückraum Felix Halmsteiner, der nach einem Mittelhandbruch erfreulicherweise sein Comeback geben konnte, dagegen. So trennten sich die Kontrahenten mit einem Spielstand von 12:13 in die Pause.
„In der ersten Hälfte haben wir eine sehr kompakte Abwehr gestellt und es geschafft, das schnelle Spiel der Landshuter so gut es ging zu unterbinden,“ resümierte Routinier Patrick Malz.
Genau diese Abwehrleistung wollten die Hausherren in der zweiten Halbzeit weiterhin abrufen. Für den Angriff nahm man sich vor, konsequenter zu spielen. Zwar schaffte man es im ersten Durchgang durch hohes Tempo regelmäßig, Lücken in die Gästedeckung zu reißen, allerdings wurde der letzte Pass nicht selten zu unsauber gespielt, und endete in einem Ballverlust.
Der Plan ging in den ersten Minuten auf: Über die gut aufgelegten Rückraumspieler Resch und Baaken bot der TVA zu Beginn der zweiten Halbzeit erfolgreich Paroli (15:15/40.). Doch die Antwort der Niederbayern ließ nicht lange auf sich warten, sodass diese über schnelle Treffer wieder auf plus zwei stellen konnten (15:17/42.). Allmählich machten sich dann im durchweg temporeichen Duell die langsam schwindenden Körner auf Seiten der Wallfahrtsstädter bemerkbar, was offensiv vermehrt für technische Fehler sorgte, welche die Gäste weiterhin auszunutzen wussten. So konnte die TG langsam aber sicher einen Puffer von fünf Toren aufbauen, ehe Oberauer in der 50. Minute zum Timeout bat (19:24).
Die Oberbayern schworen sich auf die letzten zehn Spielminuten ein, nochmal alles reinzuwerfen. Rückraum Stefan Baaken verkürzte zwar nochmal kurzfristig (20:24/51.), allerdings blieben die Gäste weiterhin zuverlässig in ihren Abschlüssen. Per 3:0-Lauf erhöhte Landshut postwendend auf 20:27 (53.), womit die Begegnung so gut wie entschieden war. Der TVA konnte über Tore von Oberauer und Topscorer Resch lediglich noch Ergebniskosmetik betreiben, musste sich aber schlussendlich mit 23:29 geschlagen geben.
„In der zweiten Halbzeit haben wir es einfach nicht mehr geschafft, die Abwehr so kompakt zu stellen. Wir haben die Lücken nicht mehr so gut schließen können wie in der ersten Hälfte. Zudem haben wir im Angriff einfache Ballverluste produziert, und sind oft zu überhastet in Aktionen gegangen. Und dann merkt man irgendwann auch die Tiefe des Landshuter Kaders, die sich so nach und nach absetzen konnten,“ so das Fazit von Malz.
Nächste Woche kommt die SG Moosburg in die Wallfahrtsstadt, gegen die nach einer ärgerlichen Niederlage im Hinspiel nun in der Rückrunde die Punkte geholt werden sollen. Anpfiff an der Burghauser Straße 69 ist am Samstag um 16:00 Uhr.
Für den TVA spielten: TW Manuel Stadler, Johannes Resch (7 Tore/davon 2 Siebenmeter), Stefan Baaken (3/1), Christoph Baaken, Michael Oberauer (je 3), Felix Halmsteiner, Tobias Huber (Garching), Johannes Karl (je 2), Thomas Ecker (1).
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