Herren: Niederlage nach schwacher erster Hälfte

Samstag
07. Februar 2026

Herren: Niederlage nach schwacher erster Hälfte

Foto: Zucker

Vor Anpfiff der Partie war klar, dass die angesetzte Begegnung am vergangenen Samstag ein harter Brocken für das Team um Spielertrainer Michael Oberauer wird. Mit der SpVgg Altenerding kam der Tabellenerste der Bezirksoberliga in die Wallfahrtsstadt. Lediglich drei Punkte hatten sie bis zu diesem Zeitpunkt liegen gelassen. Doch die Herrenmannschaft des TV Altötting ging hochmotiviert in das Spiel mit dem Ziel, die favorisierten Gäste so lange es geht vor Probleme zu stellen, indem man versucht, der SpVgg das eigene Spiel aufzuzwingen und deren effektives Tempospiel zu unterbinden.

Den besseren Start in die Partie erwischte allerdings der Ligaprimus. Innerhalb von zwei Minuten konnten sie über schnelle Angriffe leichte Tore erzielen und direkt mit 3:0 in Führung gehen, ehe Johannes Resch per Siebenmeter das erste Tor für Altötting in der Partie verzeichnen konnte. Der TVA schaffte es, diese schwierige Anfangsphase zu überwinden, und fand über routinierte Abläufe langsam in die Begegnung. Über Treffer aus dem Rückraum durch Oberauer, Felix Zepf und Simon Antwerpen verkürzten die Gastgeber von zwischenzeitlich 3:8 (12.) wieder auf minus zwei (6:8/15.).

Die Altenerdinger zogen ihr beliebtes Tempospiel weiterhin konsequent durch. In den nächsten Minuten fehlte den Hausherren im Angriff die nötige Kreativität und der Zug zum Tor. Daraus konnten die Gäste deutlich Kapital schlagen, und bestraften jeden Fehler durch schnelle Gegentore. Nach einem 4:0-Lauf der Gäste zum 6:12 wurde der TVA in der 20. Minute zum ersten Time-Out gedrängt. Oberste Devise für die restlichen zehn Minuten im ersten Durchgang: Alles in den Rückzug werfen, um die erste und zweite Welle der SpVgg zu stoppen, und selber vorne nicht zu überhastet agieren, um die häufig bestraften Ballverluste zu vermeiden. Dies gelang den dezimierten Wallfahrtsstädtern ohne Abwehrchef Tobias Huber (AÖ) und einem angeschlagenen Kreisläufer Simon Karl allerdings nur bedingt. Zwar versenkten sie den Ball im Angriff über Resch – der am Siebenmeterstrich eine wichtige Bank war – sowie über die Halbspieler Zepf und Christoph Baaken selbst noch sechsmal im Netz, doch weiterhin fehlte der nötige Zugriff in der Defensive. Dies führte zu vielen Durchbrüchen und Gegentoren nach Siebenmetern, woraufhin es für den TVA mit einer durchaus hohen Hypothek von 12:20 in die Kabine ging.

Für die zweite Halbzeit nahm sich das Oberauer-Team einen kompletten Neustart vor. Routinier Antwerpen forderte, im Hinblick auf die bereits erfolgreichen Comebacks der Mannschaft in dieser Saison jetzt nicht den Kopf zu verlieren, und sich Schritt für Schritt wieder an den Tabellenführer heranzuarbeiten. Zudem lag der Fokus auf einer konsequenteren Abwehr sowie einem strukturierten und raschen Rückzug.

In den ersten Minuten startete der TVA besser als zuvor in die zweite Hälfte: Die Außenspieler Johannes Karl und Tobias Huber (Garching) verwandelten erfolgreich und hielten den Rückstand anfangs zumindest konstant (14:21/34.), doch ein näheres Aufschließen gelang den Hausherren bis zur 53. Minute nicht (20:27). Allerdings legte Altöttings Defensive nun nochmal eine Schippe drauf, indem sie nun deutlich kompakter stand und weniger Würfe auf das eigene Gehäuse zuließ. Zudem schraubte Schlussmann Manuel Stadler seine Quote von den Außenpositionen nach oben, und parierte einen Siebenmeter der Gäste.

Peu à peu arbeiteten sich die Gastgeber auf Basis einer nun verlässlichen Defensive – die in der gesamten zweiten Halbzeit lediglich neun Gegentreffer zuließ – weiter heran. Youngster-Kreisläufer Ole Zander konnte sich auf der Torschützenliste eintragen, zudem gelang im Anschluss ein 3:0-Lauf über Antwerpen sowie die beiden Außenspieler Patrick Malz und Martin Taubeneder (24:28/59.). Doch die Zeit reichte in dieser Partie nicht für ein weiteres Comeback der Wallfahrtsstädter nach einer deutlichen Leistungssteigerung zum Spielende hin, sodass man über ein 25:29 zum Abpfiff nicht hinauskam.

„Die Art der Niederlage ist sehr ärgerlich. In der ersten Halbzeit kassieren wir 20 Tore und schmeißen selber nur zwölf. Wenn man sich das genau ansieht, sind da natürlich ein paar unglückliche Pfosten- und Lattentreffer dabei, aber trotzdem ist unser Rückzug im ersten Durchgang nicht konsequent genug. Die zweite Hälfte gewinnen wir dann zwar mit plus vier, aber die Hypothek aus der ersten Halbzeit war dann einfach zu hoch“, so das Fazit von Kreisläufer Karl.

Jetzt gilt es, erst einmal die Wunden zu lecken und die einwöchige Spielpause zu nutzen, um sich gut auf den nächsten Gegner vorzubereiten Am Samstag, den 21.02., geht es für die Altöttinger Herren zum Tabellennachbarn nach Pfaffenhofen. Im Hinspiel konnten die Wallfahrtsstädter zwei Punkte für sich behaupten. Auch auswärts soll nun alles gegeben werden, um mit einem Punktgewinn den Klassenerhalt offiziell dingfest zu machen.

Die Tore gegen Altenerding erzielten: Johannes Resch (8/davon 7 Siebenmeter), Felix Zepf (5), Simon Antwerpen (3), Patrick Malz, Michael Oberauer (je 2), Ole Zander, Martin Taubeneder, Christoph Baaken, Tobias Huber (Garching), Johannes Karl (je 1).

 

 

 

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