Herzschlagfinale mit Heimpleite – 20:21-Niederlage gegen Metten

Samstag
10. Dezember 2022

Herzschlagfinale mit Heimpleite – 20:21-Niederlage gegen Metten

Nach der Auswärtsniederlage gegen die HSG Freising-Neufahrn (20:24) in der Woche zuvor zogen die TVA-Handballer nun auch erstmals in dieser Saison in einem Heimspiel den Kürzeren. Durch die 20:21-Niederlage gegen die SSG Metten droht den Wallfahrtsstädtern, mit 12:6 Punkten den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Bereits im nächsten Spiel wartet mit dem noch ungeschlagenen Spitzenreiter ASV Dachau schon die nächste große Aufgabe auf den TVA.

Vor der Partie gegen Metten konnte TVA-Coach Roland Marchner mit Ausnahme von Mittespieler Simon Antwerpen auf eine volle Bank mit allen etatmäßigen Spielern zurückgreifen. Beste Voraussetzungen für den nächsten Heimsieg also, so vermeintlich die Stimmung im TVA-Lager. Bereits in den Anfangsminuten war aber klar, dass sich der Gastgeber deutlich schwerer tat, als zunächst erhofft. Besonders die sonst so starke Abwehrreihe um die Defensivorganisatoren Tobias Huber AÖ und Stefan Baaken ließ die übliche energische Stimmung vermissen, sodass die Mettener Mannschaft durch geschicktes Abräumen auf Außen bereits nach gut zehn Minuten Spielzeit verdient mit 3:6 in Führung gehen konnte. Zudem offenbarten sich bereits zu Beginn des Spiels Unstimmigkeiten im Angriffsspiel, mehrere klare Torchancen blieben ungenutzt. Das Team von Coach Marchner zeigte auch in der Folge auch nur wenig Anzeichen einer potentiellen Trendwende, sodass in der 20. Minute nach Treffer von Mettens Matthies Elgeti zum 5:10 sogar gänzlich der Anschlussverlust drohte. Im letzten Drittel der ersten Hälfte schien der TVA dann „endlich“ aus seiner Trance aufzuwachen, als Torhüter Dominik Starflinger zwischenzeitlich mit einigen Paraden das Tor verriegelte und die Wallfahrtsstädter in einem 4:0-Lauf durch Treffer von Michael Oberauer und Tobias Huber (dem aus Garching) per Gegenstoß zum 9:10 drei Minuten vor der Halbzeit aufschließen konnte. Mit einem für Altötting nicht zufriedenstellenden Zwischenstand von 9:11 ging es für die beiden Kontrahenten schließlich in die Kabine, wo man auf TVA-Seite deutlich die Schwerfälligkeit im Angriff sowie das fehlende Feuer in der Defensivformation kritisierte.

 

In den ersten Minuten der zweiten Hälfte schienen die TVA-Handballer zunächst in alte Muster zu verfallen, als die Niederbayern sich schnell wieder ein Polster von drei Toren aufbauen konnten. Einige Ballgewinne und Überzahlsituationen später keimte jedoch wieder Hoffnung auf in der Halle an der Burghauser Straße: Die Wallfahrtsstädter konnten dank einer 4:0-Serie durch Tore von den Rückraum-Spielern Felix Zepf, Stefan Baaken und einem verwandelten Siebenmeter von Michael Oberauer 12 Minuten vor Schluss mit 16:15 erstmals wieder die Führung zurückerkämpfen. In Unterzahl gelang es Altötting sogar, den Vorsprung mit einem Treffer von Youngster Johannes Karl nach einer gut ausgespielten Auslösehandlung sowie einem scharfen Wurf von Zepf aus dem Rückraum unter die Latte auf 18:16 zu erhöhen. Der Enthusiasmus auf Seiten der Gastgeber aus der Kreisstadt war jedoch nur von kurzer Dauer. Binnen weniger Minuten gelang Metten erneut der Ausgleich, sodass die Begegnung knapp fünf Minuten vor Ertönen der Schlusssirene mit 19:19 wieder völlig offen war. In dieser hochumkämpften und hitzigen Phase des Spiels kassierte Altötting dann zwei unnötige Zeitstrafen und stand dadurch nach Mettens Treffer zum 19:21 wieder stark unter Druck. Eine Minute vor Schluss verkürzte Michael Oberauer dann nochmal zum 20:21-Anschluss. In der letzten Minute des Spiels hatte Metten dann die Chance, im eigenen Angriff alles klar zu machen, was die Altöttinger Defensive jedoch vorerst verhinderte. Altötting hatte jetzt mit knapp zwanzig Sekunden auf der Uhr noch eine letzte Chance, sich eine weitere Torgelegenheit zu erarbeiten. Und tatsächlich schaffte es der TVA, durch Patrick Malz auf Außen im Eins-gegen-Eins nochmal einen Siebenmeter herauszuholen. Der ausführende Schütze Michael Oberauer, scheiterte jedoch - nach drei erfolgreichen Versuchen zuvor - unglücklich an Mettens Keeper, die Heimniederlage war damit besiegelt.

Jetzt heißt es für die Mannschaft um Trainer Marchner, sich nach zwei vermeidbaren Niederlagen in Folge aus dem Leistungstief der letzten Wochen zu befreien und wieder mehr Konstanz in das eigene Spiel – sowohl in den Abwehrreihen als auch in der Offensiv-Dynamik – zu bringen. Denn das wird wohl nötig sein, um am kommenden Samstag zuhause gegen den starken und in der Hinrunde noch ungeschlagenen Spitzenreiter ASV Dachau bestehen zu können. Anpfiff ist um 16:30 Uhr in der Altöttinger Dreifachturnhalle.

Die Tore für Altötting erzielten: Michael Oberauer (6/davon 3 Siebenmeter), Patrick Malz (4), Felix Zepf, Stefan Baaken (je 3), Johannes Karl (2), Tobias Huber (Garching), Tobias Huber (Altötting) (je 1).

 

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