29:26-Sieg gegen den Spitzenreiter – TVA hält den Anschluss

Dienstag
20. Dezember 2022

29:26-Sieg gegen den Spitzenreiter – TVA hält den Anschluss

Nach der unerwarteten und schmerzhaften Niederlage vergangene Woche gegen die SSG Metten (20:21) war ordentlich Dampf auf dem Altöttinger Kessel: Heimspiele geben die Wallfahrtsstädter traditionell nur sehr ungerne an den Gegner ab, besonders aber die Art und Weise hatte Trainer Roland Marchner auf die Stimmung geschlagen. Entsprechend erwartete der TVA-Coach gegen den bis dato noch ungeschlagenen Tabellenführer ASV Dachau eine Reaktion seiner Mannschaft, die erstmals nach mehrwöchiger Pause auch wieder auf ihren Spielmacher Simon Antwerpen zurückgreifen konnte. Für Rückraum Felix Zepf war die Hinrunde hingegen schon vor dem Spiel mit einer Fußverletzung beendet, er wird dem TVA erst wieder im neuen Jahr zur Verfügung stehen. Nach einem knackigen Aufwärmen mit anschließender Ansprache der Führungsspieler und des Trainerteams starteten die Wallfahrtsstädter mit ordentlich Feuer in die Partie. Die Stimmung in der Halle war bereits ab der ersten Minute am Kochen, auch dank der zahlreichen mitgereisten Dachauer Fans. Die Altöttinger Defensive zeigte von der ersten Minute an Präsenz und setzte die Gäste physisch stark unter Druck. Die immerhin beste Angriffsreihe der Liga mühte sich so zu Chancen, war aber nach gut einer Viertelstunde beim Stand von 5:5 noch die bessere Mannschaft. In den Folgeminuten legte der Gast dann dank schneller Tore über den Gegenstoß einen Zwischenspurt zum Stand von 6:9 hin. Marchner reagiert prompt mit einem Time-Out und ermahnt seinen Mannen zu einer besseren Rückwärtsbewegung, um die Gäste wieder stärker ins Positionsspiel zu zwingen. Der TVA berappelte sich darauf wieder und stellte durch Tore von Felix Halmsteiner von Martin Taubeneder beim 9:10 den Anschluss wieder her. Besonders Simon Antwerpen zeigte in dieser Phase auch wieder, wie wichtig er für das Angriffsspiel des TVA ist, indem er mit seinen Läufen immer wieder für die nötige Tiefe im Altöttinger Spiel sorgte. Bis zur Halbzeit blieb das Spiel eng und umkämpft, ehe ASV-Spieler David Gierke zusammen mit dem Pausenpfiff das 12:13 für seine Mannschaft erzielen konnte.

Nach dem Seitenwechsel war es wiederum der Gast aus Dachau, der die Initiative übernahm und mit 15:17 die Wallfahrtsstädter in Schach hielt. Altötting jedoch glich über zwei Oberauer-Tore zum 17:17 aus und schaffte es in den Folgeminuten, die Oberhand über die Partie zu gewinnen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor dafür war die Altöttinger Defensivarbeit sowie ein überragend aufgelegter TM Dominik Starflinger, der mit seine beste Saisonleistung ablieferte. Eine Viertelstunde vor dem Ende ging der TVA erstmals wieder beim Stand von 21:20 in Führung. Dann wurde es nochmal hitzig in der Altöttinger Dreifachturnhalle: Kurz hintereinander kam es auf beiden Seiten zu Zeitstrafen, Spieler und Offizielle gerieten kurz aneinander. Als sich die Stimmung wieder beruhigt hatte, sah sich der TV Altötting plötzlich mit nur noch mit drei Feldspielern auf der Platte. Dachau konnte jedoch aus dieser Situation kein Kapital schlagen – ganz im Gegenteil. Der TVA füllte nach und nach die eigenen Reihen auf und schaffte es sogar kurze Zeit später, erstmals beim Stand von 23:21 einen Zwei-Tore-Vorsprung herauszuholen. Altöttings Offensive, die nach den vergangenen Spielen intern in der Kritik stand, spielte ausgehend von den beiden Routiniers und Topscorern Patrick Malz und Stefan Baaken auf der linken Seite zielstrebig und effizient. Beim Stand von 26:23 fünf Minuten vor dem Ende wähnt sich der TV Altötting dann kurz schon auf der Siegerstraße. Dachau hingegen schlug ein weiteres Mal zurück und zwang die Hausherren zu zwei überhasteten Abschlüssen. Nach ASV-Toren von Schwalbe und Deichl war das Spiel beim Stand von 26:25 kurz vor dem Ende plötzlich wieder offen. Nachdem Patrick Malz den TVA wieder mit zwei in Front gebracht hatte, konterte Dachau erneut zum 27:26. Dann war noch eine Minute auf der Uhr, der TV Altötting war im Ballbesitz. Dann, zwanzig Sekunden vor dem Ende, brandete „endlich“ aus Sicht der Hausherren erlösender Jubel in der Halle aus, als Baaken seinen siebten Treffer zum 28:26 in den Winkel nagelte. Martin Taubeneder setzte anschließend per Gegenstoß den 29:26-Schlusspunkt in einem temporeichen und sehenswerten Spiel, bei dem sich beide Mannschaften einiges abverlangten. Auf Seiten des TV Altötting überzeugte dieses Mal das Kollektiv, entsprechend gelöst ging es dann für den sichtlich erleichterten Roland Marchner auf seine erste Weihnachtsfeier als TVA-Trainer.

 

Tore für AÖ:

Stefan Baaken (7 Tore), Patrick Malz (7/ davon 3 Siebenmeter), Simon Antwerpen (4), Martin Taubeneder (3), Tobias Huber AÖ, Johannes Karl, Michael Oberauer (je 2), Felix Halmsteiner, Tobias Huber Garching (je 1).

-stb

 

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